Die Beachtung dieser Regel und die Aufnahme der gesamten
Symptome vor der Verschreibung eines Mittels ist die Voraussetzung, um homöopathisch zu heilen. Hahnemann erkannte weiterhin, daß es die Wirkung eines Mittels
erheblich verstärkt, wenn man nicht die Grundsubstanz verschreibt, sondern sie
verdünnt und vor allem potenziert.. Dies war natürlich auch wichtig bei
stark giftigen Stoffen, wie Arsen oder Quecksilber. Bis es zu einer homöopathischen Verschreibung kommen konnte,
waren tausende von Studien notwendig, um herauszufinden, welche Symptome von
welchen Mitteln beim gesunden Menschen hervorgerufen werden können. Denn es ist
nicht nur ein Symptom für die richtige Mittelwahl nötig, sondern „der Mensch
als Ganzes“ muß betrachtet werden. Es gibt also kein Mittel gegen
Kopfschmerzen, sondern immer nur ein Mittel für einen bestimmten Menschen,
der diese Art von Kopfschmerzen und noch jede Menge anderer - nur für ihn
typischen Symptome hat. Deswegen müssen Homöopathen auch so „schrecklich
viele Fragen“ stellen, um einen möglichst genauen Eindruck zu bekommen und auch
wirklich das ähnlichste Mittel zu finden. | ||||||||||||||||
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Nur auf dieser Grundlage ist eine homöopathische Verschreibung
möglich. Nicht die Verdünnung und Potenzierung macht etwas zu
einem homöopathischen Arzneimittel, sondern erst die Verschreibung nach der
Ähnlichkeitsregel! Auch Erkrankungen, die bei Eltern und Großeltern
aufgetreten sind und Impfungen sind von Bedeutung. Leider ist eine Erstanamnese zur konstitutionellen Behandlung
nicht ganz billig, aber wie Sie sehen, ist ein sehr großer Zeitaufwand nötig.
Die Reparatur Ihrer Waschmaschine oder des Fernsehers kann auch teuer werden –
ist Ihre Gesundheit das nicht erst recht wert?
Mehr als man für möglich hält, aber erwarten Sie bitte keine
schnellen Ergebnisse bei chronischen Erkrankungen. Die Homöopathie ist ein Weg,
der beschritten wird und den man eine Zeitlang gehen sollte. Bei akuten Beschwerden, z.B. Mittelohrentzündung, Sonnenstich,
Kopfschmerzen nach Kopfverletzung, o.ä. setzt eine Wirkung mit dem richtigen
Mittel sehr schnell ein Besonders gut behandeln lassen sich: chronische Erkrankungen - wie Rheuma, CFS - chronische Erschöpfung u.a. Krebs Erkrankungen des Verdauungsbereichs Entzündungen Folgen von Verletzungen - Schleudertrauma, Schädeltrauma, OP-Wunden etc. Kinder (Zahnung, Hyperaktivität u.v.a.) Schmerzen - auch bei Krebserkrankungen Impffolgen Allergien Mensbeschwerden Klimakterische Beschwerden Anorexie, Bulimie und vor allem psychische Probleme Da man nie
nur ein Symptom, sondern immer den ganzen Menschen behandelt, gibt es keine
Erkrankung, die man nicht behandeln kann. Auch bei geistig behinderten Kindern kann man erstaunliche
Verbesserungen der Fähigkeiten erleben. Natürlich wird eine Heilung nicht zu
erwarten sein. Voraussetzung ist außerdem immer, daß der Organismus genügend
Reaktionsvermögen besitzt. Alzheimer- oder Komapatienten u.ä. können evtl. noch
reagieren, aber das ist nicht sicher. Es gibt aber auch Probleme wie Wirbelfehlstellungen (siehe Dorn-Breuß),
Impfungen,
Amalgam
etc., die eine Behandlung behindern können. Auch um das zu erkennen, ist
eine ausführliche Anamnese notwendig. Immer wieder werde ich gefragt, was denn nach der Einnahme eines
Mittels passieren kann. Ich kann es Ihnen nicht sagen. Jeder Mensch reagiert anders. Es
kann zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen, muß es aber nicht. Die
Symptome sollten bekannt sein und wenn sie überhaupt auftreten, nur von kurzer
Dauer und auch „auszuhalten“ sein. Das zeigt an, daß man auf dem richtigen Weg
ist. Wenn völlig neue Symptome auftreten und es einem wesentlich schlechter
geht, ist es einfach eine Verschlimmerung, und man muß davon ausgehen, daß das
falsche Mittel gewählt wurde. Bedeutend für den weiteren Verlauf ist, daß Sie Symptome genau
beobachten. Wie Sie sehen, ist wichtig zu erfahren, ob Sie diese oder sehr
ähnliche Symptome in Ihrem Leben schon einmal gehabt haben, und sei es auch
schon Jahre her. Das Schlimmste, was passieren kann, und was den Erfolg der
gesamten Behandlung aufs Spiel setzt, ist eine Unterdrückung dieser
auftretenden Symptome. Also bitte unternehmen Sie nichts dagegen, ohne vorher
mit Ihrem Therapeuten gesprochen zu haben. Man wird aber bei der Wahl der Potenz immer versuchen, möglichst
„sanft“ vorzugehen, so daß heftige Erstverschlimmerungen vermieden werden. Was ist zu beachten Leider kann ein Mittel auch antidotiert werden, das heißt, die
Wirkung kann aufgehoben werden. Das geschieht in vielen Fällen durch Pfefferminze
und Kampfer. Bitte beachten Sie also, ob Pfefferminze in Ihrer Zahnpasta
o.ä. ist. Chinaöl ist Menthol – also das ätherische Öl der Minze. Kampfer ist
in einigen Salben und Likören enthalten. Aber leider kann auch Kaffee ein Antidot sein und sollte
daher - zumindest für die ersten Wochen bis Monate - nicht getrunken werden. Die Homöopathie verträgt sich nicht sehr gut mit anderen Heilmethoden, auch wenn das oft anders gesehen wird. Um herauszufinden, ob man das richtige Mittel gefunden hat oder nicht, muß man den Verlauf der Behandlung sehr genau verfolgen können. Wenn Sie sich z.B. zusätzlich phytotherapeutisch, das heißt durch Pflanzenheilkunde, oder mit Bachblüten behandeln lassen, ist das nicht möglich. |